Samstag, 23. August 2008

¡Hay Gansos! - Die Gänse sind da!

Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Viel ist geschehen seit dem letzten Eintrag, am Mittwoch Vormittag waren wir wieder in Guayaquil unterwegs und danach wollten wir Gänse kaufen, haben sie aber nicht bekommen, weil der Markt in Daule nur von 6-8 in der Früh ist und wir erst nach Mittag gekommen sind. Zurück in Pedro Carbo haben uns dann 2 Bauern auf ihre Finca mitgenommen, ich bin zum ersten Mal auf der Ladefläche von einem Pick-up mitgefahren, das machen hier alle, ist eigentlich ganz schön gefährlich, vor allem auf den holprigen Feldwegen muss man sich schon sehr gut anhalten. Der Hier, so heißt unser Hund im CAAM, ist zuerst dem Auto nachgelaufen, dann sind wir stehen geblieben und haben ihn mitgenommen, der ist ganz verrückt aufs Mitfahren, egal ob im Trici oder im Auto. Jedenfalls haben wir uns dann die Plantage angeschaut, vielleicht verkaufen wir in Zukunft auch die Papayas von dort, gut sind sie auf jeden Fall. Am Donnerstag sind wir schon um 6 in der Früh weggefahren mit dem Bus nach Daule und haben 2 weiße Gänse gekauft, weiße Gänse sind eher selten hier und, zumindest hat das der Händler, der uns gleich auf seinen Bauernhof geführt hat, behauptet, auch teurer, weil die aus der Sierra, also aus dem Hochland kommen. Franz und Margot, sie sind nach Klaus‘ Großeltern benannt, leben in einem eingezäunten Bereich, den der Klaus I gebaut hat. Er hat ihnen auch gleich 200lb (sind so an die 90kg) Mais gekauft als Futter und weil das Gehege gleich an die Straße grenzt haben wir den Zaun dorthin dann auch noch mit Stacheldraht abgesichert, nicht dass die Gänse raus wollten, aber vielleicht Diebe rein, und so eine Gans ist schon was wert.

Falls man mir E-Mails schickt, bitte keine großen Anhänge schicken, weil wir nur eine Modem-Verbindung im Büro bin und ich sonst ewig warte, bis das da ist. Also Fotos bekomm ich schon sehr gern, aber wenn möglich bitte verkleinern oder komprimieren.

Weil mich schon einige Leute gefragt haben, wies mit Essen und so geht: Also man muss nicht hungern hier, das Essen ist billig und somit leider auch oft von schlechter Qualität, Hauptspeise ist eigentlich immer Arroz (Reis) und Pollo (Hendl) oder Carne (sonstiges Fleisch) sind nur die Beilage, meistens ist das Fleisch aber eh nicht so toll, der Reis auch ein bisschen fad und dazu gibt’s immer in irgendeiner Form eine Banane, also keine so süße, irgendeine andere, die ein bisschen nach Erdapfel schmeckt, find ich. Süßigkeiten und vor allem süße Getränke gibt’s hier in Fülle, was fehlt ist aber Schokolade, obwohls guten Kakao in Ecuador gäbe, gibt’s keine gute Schokolade. Und die Wurst hier ist auch ziemlich mickrig, also wie eine schlechte Extrawurst, es gibt auch den Jamon (Schinken), der ist relativ teuer, und schmeckt wie unser Toastschinken. Milch gibt es, nicht im Packerl, dafür im Sackerl, das ist billiger und sie schmeckt gar nicht so schlecht. Heute haben wir zum Frühstück Liptauer bekommen, den der Klaus I einfach aus Streichkäse, Knoblauch, Zwiebel und Paprika gemischt hat – war einfach köstlich. Ich glaube, es sind diese pikanten Sachen, die einem hier als Österreicher fehlen, also falls mir jemand etwas schicken will, einerseits Schokolade, die immer irgendwer von den Zivis von zu Hause bekommt, oder Speck, Salami oder so eine Wurst halt, die eingeschweißt ist und sich mindestens 3 Wochen im Packerl hält.

Danke für alle E-Mails, es tut mir leid, wenn ich erst spät und sehr kurz zurückschreibe, aber ich hab einfach nicht genug Zeit vor dem Internet. Trotzdem freue ich mich über jede Nachricht und lese auch alles, was ihr mir schreibt.Danke.

Liebe Grüsse nach Hause

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Mich nervt am essen auch dass sie echt alles braten... ist das fleisch bei euch auch immer so zaeh und sehnig? aber die saefte hier find ich super!!! die will ich mit nach deutschland nehmen.. also die rezepte!