Mit einem Tag Verspätung fuhren wir (Simon, Flo2 und ich) am Samstag Abend von Pedro Carbo nach Guayaquil, von dort nach Quito und von Quito am Sonntag Morgens weiter nach Otavalo, nördlich von Quito. Otavalo ist bekannt für seine Indigenas, die mit ihren Webwaren schon eine eigene Touristenattraktion darstellen. Die Otavaleños sind sehr geschäftstüchtig, ihnen gehören Hotels, sie handeln längst nicht nur mehr Souvenirs für Touristen sondern auch Autos, Elektrowaren und alles mögliche. Das hat sie zu einem der reichsten „Stämme“ Südamerikas gemacht. Ihre Webwaren lassen sie oft schon von anderen Indigenas herstellen und verkaufen sie in die ganze Welt.
Also wir waren eben in Otavalo, die Busfahrt war schon anstrengend, weil wegen der Regenfälle die normale Route Guayaquil – Quito nicht befahrbar ist und der Bus eine Umleitung fahren musste, dauerte sie statt den normalen sieben oder acht Stunden zehn Stunden. Aber Otavalo ist eine gemütliche Stadt (wenn nicht Karneval gewesen wäre). Wir machten auch einen Ausflug zu einem Wasserfall, auf dem Weg hin und zurück wurden wir aber ziemlich nass, weil zu Karneval sich alle Leute gegenseitig mit Wasser beschütten oder sich mit Schaum aus speziellen Spraydosen besprühen. Auch wenn die Sonne in 2500 Höhenmetern unvorstellbar stark herunterbrennt, wird es doch nicht all zu warm und im nassen Gewand friert man leicht. In der Stadt muss man auch immer aufpassen, weil von allen Balkonen Wasserbomben fliegen oder einem das kalte Wasser gleich aus Kübeln über den Kopf geleert wird. Am Dienstag besuchten wir noch den „Parque Condor“, eine Auffangstation für verletzte oder nicht artgerecht gehaltene Condore, Falken, Eulen und Adler. In einer kurzen Vorführung konnte man die riesigen Vögel auch fliegen sehen, sehr eindrucksvoll. Der Condor ist ja der größte flugfähige Vogel der Welt und eine Art Nationalsymbol für Ecuador, aber sehr stark vom Aussterben bedroht.
Die Rückreise war etwas angenehmer, ich weiß nicht warum, aber der Bus war zwei Stunden schneller als beim Hinfahren, obwohl er natürlich auch die Umleitung fahren musste.
Und heute beim Mittagessen in Pedro Carbo denke ich mir, dass die Leute am Tisch neben mir komisch aussehen, dann höre ich, dass sie Deutsch reden. Nicht mal in Pedro Carbo ist man sicher. Wie der Flo auf der Reise so weise gesprochen hat: „Zwei Sachen gibts überall auf der Welt: Luft und Deutsche.“
In dem Hostal, wo wir in Otavalo wohnten, begegnete uns eine Amerikanerin, die der Tochter der Hausherrin Englischunterricht gab. Sie wollte, dass wir mit ihr übungshalber Englisch reden, weil die Hausherrin anscheinend gesagt hat, dass sie Australier als Gäste hat. Als wir dann Englisch reden versuchten, hat die Amerikanerin gemeint: „You have a funny accent“, also wir haben einen lustigen Akzent. Naja, was soll man sich erwarten, wenn ein Weinviertler und ein Tiroler Englisch reden?
So, das war ein (kurzer) Bericht der Reise.
Liebe Grüße
1 Kommentar:
klaus mach di gefasst!!! bald is es soweit! übermorgen um de zeit sa ma scho am weg zum flughafen ;)
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